|
Neues von der Deponiedebatte: Stand vom 10.05.2010
Wiedereröffnung
der Deponie Marbach
Die Bochumer Bevölkerung muss gemäß der gesetzlichen Regelung vor Immissionen jeglicher Art geschützt werden!
Der Fachausschuss für Umwelt, Sicherheit, Ordnung und Verkehr der Stadt Bochum tagt am 20. Mai, 15:00 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses.
Hier werden die Weichen gestellt.
Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Anwesenheit am 20 Mai.
Wir zählen auf Sie!
Resümee der Bürgerversammlung 14.04.10:
Hier ein Resümee der Bürgerversammlung in der Gethsemane-Kirche in Bochum-Hamme zum Thema „Wiedereröffnung der Deponie Marbach“ durch Thyssen-Krupp-Nirosta (TKN):
Eingeladen wurde durch die Bezirksvertretung unter Federführung von Bezirksbürgermeister Heldt, der auch die Moderation übernahm. Dazu gebeten waren Baudezernent Dr. Kratzsch (Stadt Bochum), Herr Gimpel (Umweltbehörde Hagen) und Frau Dr. Schulz-Klemp (TKN). Frau Dr. Schulz-Klemp wurde von zwei weiteren TKN-Kollegen begleitet, die nicht in Erscheinung traten.
Nach ausführlichen Statements der Podiumsteilnehmer bekamen die anwesenden Hammer BürgerInnen Gelegenheit, Ihre Fragen zu stellen. Der Fragenkatalog sei hier kurz umrissen:
– Alternative Standorte, bzw. Entsorger
– Die Belastungen durch den zusätzlichen Schwerlastverkehr
– möglicher Eintrag giftiger oder schädlicher Substanzen in Luft und Grundwasser
– die Größe der neuen Deponie und der Nutzungszeitraum (bis zu 40 Jahre)
– Aussehen und Wirkung eines so riesig projektierten Deponieberges auf den Stadtteil und sein Image
– warum die immer noch vorhandene Altdeponie mit ungesichertem Deponat über viele Jahre so verbleiben konnte, ohne das TKN, die Stadt Bochum oder die Umweltbehörde sich genötigt sahen einzuschreiten
– warum überhaupt ein Planfeststellungsverfahren gewählt wurde, dessen Ergebnis für „alle Ewigkeit“ bestehen bliebe, statt eines Bebauungsplans
Dies nur ein Spektrum, auf das die anwesenden BürgerInnen Antworten und Klärung von den Podiumsgästen erwarteten.
Nun zu den Reaktionen der Befragten: Mein persönliches kurzes Fazit lautet: Es wurde entweder beschönigend, ausweichend oder gar nicht geantwortet. Ich möchte sogar noch weiter gehen, es wurde auch gezielt verschwiegen und mantraartig von Seiten TKNs und Herrn Dr. Kratzsch wiederholt, dass es keine nennenswerte Belästigung von der Deponie gäbe:
Keinen Staub, keinerlei Gifte, keine Belästigung...
Aber auch dies kann nicht verwundern, es ist das tägliche Brot von TKN-Mitarbeitern wie Frau Dr. Schulz-Klemp. In einigen Firmen heißt das dann „Beschwerdemanagement“, umgangssprachlich bezeichnet man das dann eher als „Vernebelungsabteilung“.
Auf eines können sich alle verlassen: Auch wenn wir aus Hamme kommen, wir können tatsächlich denken und uns ein Urteil bilden, und wir geben nicht auf!
Gertrud Labusch

Derzeit ist sehr wichtig, dass wir bis Dienstag 06.04.2010 gegen 12:00 alle Unterschriften und vor allem viele individuelle Einspruchsschreiben zum Rathaus bringen. Falls Sie Zeit haben sollten, können Sie und auch andere gern mitkommen. Wir treffen uns ab 11:30 vor dem Rathaus. Die Presse, Rundfunk und Fernsehen werden auch dabei sein. Je mehr Leute kommen, um so besser!
Fehler bei der Informationsweitergabe aus der Verwaltung erfordert sofortiges Handeln !
Irrtümlich war die falsche Information im Umlauf, die Einspruchsfrist habe sich auf den 30.04.2010 verlängert. Wir entschuldigen uns ausdrücklich für deren Weitergabe! Richtig ist hingegen, dass Einsprüche nach wie vor nur bis zum 06.04.2010 eingebracht werden können. Die Hammer Runde bittet Sie daher:
1. Werfen Sie noch ausgefüllte Unterschriftenlisten unbedingt bis Ostermontag (05.04.2010) am Gemeindebüro der Evangelischen Gethsemane-Gemeinde, Amtsstraße 4, 44809 Bochum ein.
2. Füllen Sie bitte umgehend und zusätzlich Ihren persönlichen Einspruch aus und senden Sie ihn noch vor Ostermontag ab. Die Vorlage dafür finden Sie hier auf der Seite. VORLAGE (HEIR KLICKEN)
Jetzt auch Informationen in türkisch : Download --> hier
Der Protest gegen die geplante Deponieaufschüttung in Bochum-Hamme weitet sich aus.
Bei einer Untersc hriftenaktion in der Bochumer Innenstadt konnten mehrere Seiten Unterschriften Bochumer Bürger gesammelt werden. Das Problem ist, dass viele Leute gar nicht oder nur unzureichend aufgeklärt sind. In Gesprächen mit uns, zeigten die meisten völliges Unverständnis über die Handlungsweisen von Politik und Verwaltung, über die Industriepolitik von Thyssen-Krupp als Deponiebetreiber und anderen involvierten Stellen. Einhelliger Tenor aller Gespräche war ,dass der Imageverlust für den Standort Bochum verheerend ist und eine Industriepolitik aus den 50er Jahren nicht in unsere Zeit passt. Von den mannigfaltigen Belastungen der Bochumer Bürger ganz zu schweigen.
Die Aktion wird wiederholt. Wer mitmachen will, melde sich bei der Hammer Runde (
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
) an.
Zur Erleichterung des Hammer „Wiederstands“ wurde die Einspruchsfrist vom 06.04.2010 auf den 30.04.2010 verlängert. Das kommt auch den Anstrengungen der Hammer Runde entgegen, möglichst viele Unterschriften gegen das Projekt Deponie-Marbach zu sammeln. Bitte beteiligen Sie Sich ebenfalls daran! Unterschriftenlisten für Hausgemeinschaften, Vereine oder andere Vereinigungen können hier auf der Seite heruntergeladen werden.
Die Firma Thyssen-Krupp Nirosta (TKN) hat ebenfalls heute auf einer Pressekonferenz Details zur geplanten Wiedereröffnung der Deponie in Bochum-Hamme bekannt gegeben. Dabei gab es aber, über die schon bekannten – und hier veröffentlichten - Fakten hinaus, leider keine Erkenntnisse.
Außerdem gab es ebenfalls am 18.03.10 ein weiteres Interview beim Sender Radio Bochum. Die Teilnehmer waren: Frau Labusch, Herr Malzahn und Herr Waldhecker, die nochmals Ihre Stimmungslage allen Hörern darstellten. Besonders die Abwertung des gesamten Stadtteils durch die Deponie wurde dabei als extrem problematisch herausgestellt. Auch wurde darauf hingewiesen, dass diese Wirkung weit über Bochum-Hamme auch die angrenzenden Stadtteile betrifft.
Am Wochenende beginnt die Plakataktion in Bochum Hamme mit dem Ziel, möglichst alle Bürger zu informieren. Erschreckenderweise gehen täglich bei unserer Redaktion Briefe und E-Mails von Betroffenen ein, die von dem Vorhaben in Bochum-Hamme bisher noch gar nicht wussten und empört sind. Die Hammer Runde ruft nochmals alle Mitbürger auf, auch selber Einspruch gegen die geplante Deponie zu erheben.
|