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Seitenaufrufe : 64132| Wird die Kreuzkirche verkauft? |
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| Geschrieben von: Bernd Reitmayer |
| Samstag, 20. Februar 2010 um 07:04 Uhr |
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Lutherische Kirchengemeinde in Bochum-Hamme diskutiert möglichen Umzug
Zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion hatte die Evangelisch-Lutherischen Kreuzkirchengemeinde am 14. Februar in ihren Gemeindesaal an der Gahlenschen Str. 146 ein geladen. Diskutiert werden sollte unter der Leitung von Michael Fabian, Witten der möglichen Umzug der Gemeinde und damit auch der eventuelle Verkauf der Kreuzkirche. Trotz starken Schneefalls stieß die Versammlung auf reges Interesse in der Gemeinde und auch bei Hammer Bürgern.
Der Gemeindepfarrer Superintendent Bernd Reitmayer erläuterte die Gründe für die Überlegungen der Gemeinde: Die 1927 gegründete, vielen als „Paketkirche“ bekannte freikirchliche Gemeinde habe nach Zeiten mit fast 3.000 Gemeindegliedern nach dem Zweiten Weltkrieg heute noch etwa 400 Glieder. Schon jetzt würden die gut 400 Sitzplätze in der Kirche nicht mehr benötigt, und da die die Gliederzahl aller Voraussicht nach noch unter 300 sinken werde, könnten die nötigen Mittel zum Unterhalt der Gebäude nicht mehr aufgebracht werden. Da auch andere Kirchengemeinden planten, Gebäude zu schließen, sei zu überlegen, ob die Gemeinde nicht ein solches kleineres Gebäude übernehmen und in einen anderen Stadtteil umziehen solle.
Pfarrer Alfred Labusch von der Evangelischen Gethsemane-Kirchengemeinde Bochum-Hamme zeigte, wie auch evangelische Gemeinden Gliederrückgänge erleben und sich zu größeren Einheiten zusammenschließen. Bezirksbürgermeister Dieter Heldt dankte der Gemeinde, dass die Öffentlichkeit so früh in den Gesprächsprozess einbezogen werde. Öffentliche Mittel zur Renovierung der Gebäude in Hamme könne er aber nicht in Aussicht stellen. Jens Hendrix vom Planungsamt der Stadt Bochum betonte, wie wichtig kirchliche Angebote für die einzelnen Stadtviertel seien. In Hamme sei das Angebot reichhaltig. Darum würde er es durchaus begrüßen, wenn die Kreuzgemeinde ein Gemeindezentrum übernähme, das sonst aufgegeben würde. Propst Carsten Voß betonte, dass es aus Sicht der Kirchenleitung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche nicht zu einer Gebäuderenovierung zu Lasten der Gehaltskasse der Kirche kommen dürfe. Entsprechende Vorschläge liegen der Gemeinde zur Entscheidung vor.
Die abschließende Diskussion im Plenum wurde intensiv und emotional geführt. Entscheidungen wird die Kreuzgemeinde bei ihrer Vollversammlung am 7. März fällen.
Weitere Informationen unter www.kreuzkirche-bochum.de |
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, 20. Februar 2010 um 07:09 Uhr |









